Dorffest Wuppenau 2012

News

14.06.21

Informationsveranstaltung Revision Ortsplanung

Sa. 19. Juni 10:00h, Turnhalle Schulhaus Wuppenau

Überarbeitung des Kommunalen Richtplans des Zonenplans (Inkraftsetzung 30. April 2014) und des Baureglements vom 25. September 2001

An der Informations- und Mitwirkungsveranstaltung vom 12. September 2020 wurde seitens der Gemeindebehörde und dem Planungsbüro Strittmatter und Partner AG in einer öffentlichen Diskussion der Planungsbedarf und die Änderungen der Ortsplanungsrevision erörtert. Zudem wurden die Bedürfnisse und Einwände der Bevölkerung entgegengenommen. Anschliessend wurden diese zusammen mit der Auswertung der kantonalen Vorprüfung in einer materiellen Überarbeitung der Pläne wo möglich berücksichtigt. Die Anfragen der Mitwirkenden werden jetzt brieflich beantwortet. An dieser Informationsveranstaltung wird die Bevölkerung nun zu Beginn der Auflagefrist ein zweites Mal informiert. Ebenfalls wird der auf Grund des Vorprüfungsberichtes des Kantons überarbeitete Gestaltungsplan Kindergartenareal vorgestellt. Dadurch wird zum jetzigen Zeitpunkt, vor der Umzonung des Kindergartenareals, ersichtlich, welche bauliche Entwicklung dort ermöglicht werden soll.

Ausgangslage
Der Auslöser dieser Ortsplanungsrevision war das neue Planungs- und Baugesetz und die Verordnung zum Planungs- und Baugesetz, die der Regierungsrat am 1. Januar 2013 in Kraft gesetzt hat. Diese weisen zahlreiche Neuerungen auf (z.B. gelten für die Baureglemente neue Messweisen von Gebäudehöhen und neue Masse für die Baudichte, d.h. die Ausnutzungsziffer wird ersetzt durch die Geschossflächenziffer). Hintergrund dazu ist, dass sich 18 Kantone (Stand 3.10.2019) hinter diese Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe gestellt haben, der Kanton Thurgau inklusive.

Weil unsere letzte Ortsplanungsrevision noch nicht lange zurückliegt (In Kraftsetzung 30. April 2014) hält sich der Anpassungsbedarf in Grenzen, was den Teil anbelangt, der über die von den neuen Gesetzen verlangten Anpassungen hinausgeht. Für die von Gesetzeswegen geforderten Anpassungen erstellten die Regionalplanungsgruppen Mittelthurgau und Oberthurgau ein Musterbaureglement, das vom Kanton 2018 bewilligt wurde. Der Gemeinderat entschied, für die Überarbeitung des Baureglements dieses Musterbaureglement als Grundlage zu verwenden.

Die Kleinsiedlungen werden nicht in dieser Ortsplanungsrevision behandelt, sondern erst in einer künftigen Revision (siehe separater Beitrag dazu in diesem Mitteilungsblatt).

Ziele der Planung

  • Anpassungen der Ortsplanungsinstrumente an die gesetzlichen Vorgaben und Einbezug des Musterbaureglements unserer Regionalplanungsgruppe Mittelthurgau für das neue Baureglement.
  • den Einwohnerbestand erhalten oder leicht ausbauen
  • Junge Familien und Rückkehrer können angesiedelt werden
  • Innenentwicklungsgebiete in den Ortschaften Hosenruck und Wuppenau ausweisen mit Überbauungsideen unter Berücksichtigung der Qualität des Ortsbildes und eines haushälterischen Umgangs mit den Bodenreserven.
  • Gewerbe zur Erhaltung von Arbeitsplätzen fördern
  • Anschluss an den öffentlichen Verkehr mit Angebot für Pendler sicherstellen
  • Bedürfnisse der Schule miteinbeziehen und Schulwegsicherheit pflegen
  • eine positive Steuerentwicklung sichern
  • Bei der Windenergie wird die Informationsveranstaltung vom November 2016 mit repräsentativ anwesender Bevölkerung berücksichtigt. Die deutlich ablehnende Stimmung der Bevölkerung ist für potentielle Investoren zum Ausdruck zu bringen u.a. sollen dadurch Fehlinvestitionen in die Planung vermieden werden

Massnahmen im Richtplan:

  • keine Aenderungen hinsichtlich der Richtplangebiete
  • Anpassung der Landschaftsschutzgebiete auf Grund des Zwecks und in Abstimmung mit der Landwirtschaft
  • Anpassungen im Netz der Wanderwege, u.a in Abstimmung mit Nachbargemeinde Zuzwil und gem. Bedarf.
  • Übersicht der bestehenden, gemeindeeigenen Planungsinstrumente im eigenständigen Richtplantext
  • Aufzeigen und diskutieren der Innenentwicklungspotentiale. Dies erfolgt für 10 Gebiete in Hosenruck und
  • Wuppenau, parzellenübergreifend je mit den beteiligten Grundeigentümern an Hand von Bebauungsskizzen.
  • Die Gemeinde versteht sich dabei als Ideengeber für eine Ortsbild aufwertende und Ortsbild verträgliche Innenentwicklung mit haushälterischem Umgang mit dem Boden. Dazu eröffnet sie die gemeinsame Diskussion der verschiedenen Grundeigentümer eines definierten Entwicklungsgebietes.
  • die Windenergiegewinnung in heutiger Technologie (Grosswindanlagen) hat keine Akzeptanz erlangt bei der Bevölkerung und wird deshalb ausgeschlossen.

Massnahmen im Zonenplan und Baureglement

  • keine Einzonungen von Landwirtschaftsland in Baugebiet, ausser einer Arrondierung von 122m2 (fehlerhafte Abweichung des Zonenplanes ist zu korrigieren) und Zone für öffentliche Bauten und Anlagen für den Buswendeplatz Hosenruck.
  • neue Zonenvorschriften. Festlegen der Masse aufgrund neuer Messweisen von Bauhöhe und Baudichte und weiterer Parameter. Einführung der Geschossflächenziffer anstelle der Ausnutzungsziffer.
  • Sicherstellung von Gewerbeland durch Zonentrennung von heute Wohn-Mischzone in neu Dorf- und Arbeitszone im Gebiet der Alten Käserei Wuppenau/ Dorfeingang Wuppenau West.
  • Sicherstellung der Anbindung Ortschaft Hosenruck an die Buslinie 722 mittels Ausscheidung einer öffentlichen Zone für einen Wendeplatz im Bereich Nollen-/Leubergstrasse. Die Rückwärtseinfahrt auf der Grubstrasse gilt es abzulösen.
  • Auflagen und Rahmenbedingungen für Grosswindanlagen festsetzen
  • Umzonung der öffentlichen Zone beim alten Kindergarten Dorfstrasse Wuppenau in Dorfzone. Dazu liegt der Gestaltungsplan ‘Kindergartenareal’ bereit, damit für die Bevölkerung gleichzeitig ersichtlich ist, wie die bauliche Arealentwicklung aussieht. Diese Entwicklung wird auch an einem Modell 1:500 visualisiert.

Auswirkungen
Wachstum durch Innenentwicklung verlangt von allen Akteuren - Bauherren, Investoren, Architekten, Nachbarn und Behörden - mehr ab, als Wachstum durch zusätzliches Bauland am Siedlungsrand. Zonenplan und Baureglement müssen ausgelegt werden. Grenzabstände, Geschossflächenziffer, Gebäudehöhen können berechnet und objektiv beurteilt werden. Der sogenannte Einpassungsartikel, der besagt, dass sich Bauten in das Ortsbild einzupassen haben, gewinnt merklich an Gewicht und auch der Umgang mit dem gewachsenen Terrain verlangt Augenmass. Die mit dieser Revision erarbeiteten Instrumente bilden die rechtliche Grundlage zur Steuerung dieser Innenentwicklung und zur Balancierung der öffentlichen Interessen was das Ortsbild anbelangt und den Interessen der Bauherren und Investoren. Zudem ist der Platzbedarf an der Schule schwieriger abschätzbar und kann nicht wesentlich gesteuert werden.

Aber Wachstum, das sich nicht mehr über Einfamilienhäuser am Ortsrand, sondern über Mehrfamilienhäuser in den Dörfern erfolgt, birgt auch neue Möglichkeiten: Für ältere Dorfbewohner, die aus ihrem Einfamilienhaus mit grossem Garten ausziehen und in eine Wohnung umziehen möchten. Und für junge Familien, die in freiwerdende Einfamilienhäuser einziehen können. Auch für junge Rückkehrer erweitert sich das Wohnangebot.

Der Bus Anschluss Hosenruck wird mit der öffentlichen Zone für einen Wendeplatz dauerhaft aufgewertet und es ist ein klares Bekenntnis zur Anbindung nach Wil. Dies auch mit Blick auf die sich in den kommenden Jahren bereits abzeichnenden wichtigen Fahrplandiskussionen in der Regio Wil zusammen mit den beiden Kantonalen Ämtern von St. Gallen und Thurgau
 

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